Vegetative Vermehrung

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Vegetative Vermehrung ist der Fachbegriff für ungeschlechtliche Vermehrung von Pflanzen. Dabei bilden sich Tochterpflanzen, ohne das eine zweite Pflanze beteiligt ist. Die Tochterpflanzen sind genetisch identisch mit dem Elternteil (Klone).

Natürliche vegetative Vermehrung

  • Ableger
  • Ausläufer
  • Knollenbildung

Künstliche vegetative Vermehrung

  • Stecklinge
  • Absenker
  • Stockteilung
  • In-virto Vermehrung

Vorteile

Durch die vegetative Vermehrung können Pflanzen schnell ihr direktes Umfeld besetzen. Der Gärtner muss nur eine Pflanze setzen um schon bald einen Horst zu haben.

Bei der künstlichen Vermehrung werden immer genetisch identische Pflanzen gebildet. Dadurch können die Sorteneigenschaften sicher gestellt werden. Manche Pflanzen sind schwierig über Aussaten zu vermehren, durch vegetative Methoden jedoch sicher zu reproduzieren.

Nachteile

Für die Pflanze ist die Ausbreitung Flächenmässig sehr eingeschränkt. Ein Ausläufer kann immer nur im direkten Umfeld der Pflanze neue Nachkommen erzeugen, während sich Samen über Kilometer verbreiten können.

Genetisch gesehen bedeutet die vegetative Vermehrung eine Verarmung der Vielfalt. Alle Clone verhalten sich identisch und haben die gleichen Eigenschaften. Dadurch sind sie auch für die gleichen Krankheiten anfällig. Die Massenhafte professionelle vegetative Vermehrung in Gärtnereien sorgt sorgt so für eine extreme Verarmung des Genpools und eine hohe Wahrscheinlichkeit von sich schnell ausbreitenden Krankheiten.

Siehe auch