Phosphor

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Phosphor ist ein Hauptnährelement in der Pflanzenernährung. Er wird in Wasser gelöst über die Wurzeln aufgenommen.

Aufgaben von Phosphor in der Pflanze

Phosphor ist für alle Lebewesen überlebensnotwendig, da er für den Aufbau von DNS benötigt wird. Außerdem wird er noch als Energiespeicher (ATP) verwendet und dient zum Aufbau von Enzymen.

Bei Pflanzen unterstützt Phosphor die Blütenbildung und unterstützt den Fruchtansatz. Im Boden unterstützt er die Humusbildung durch Verkleben von Bodenteilchen.

Aufnahme von Phosphor

Phosphor geht im Boden Verbindungen ein und liegt dann als Eisen-Phosphat, Aluminiumphosphat oder Kalziumphosphat vor. Die Phosphate sind mehr oder weniger Wasserlöslich und werden von den Pflanzen in gelöster Form über die Wurzeln aufgenommen.

Phosphate werden mit der Zeit im Boden festgelegt. DIe Beweglichkeit im Boden ist gering, es wird aber auch nur wenig ausgewaschen.

Im Handel erhältliche Phosphor-Dünger bestehen vor allem aus abgebauten Rohphosphaten, die vor allem in Afrika und der USA abgebaut werden.

Mangelerscheinungen

Mangelerscheinungen bei Phosphormangel sehen einem Stickstoffmangel ähnlich. Genau wie beim Stickstoffmangel ist vor allem das Pflanzenwachstum gehemmt. Außerdem werden auch kaum Blüten oder Früchte gebildet. Im Gegensatz zum Stickstoffmangel verfärben sich die Blätter bei Phosphormangel jedoch nicht gelblich.

Unter umständen werden die Blätter bei unterversorgung mit Phosphor stumpf. Die Unterseiten der Blätter verfärben sich teilweise rötlich. Blätter und Triebe fühlen sich starr an (Starrtracht).

Da Phosphor gut beweglich ist, verlagert die Pflanze ihre Vorräte in junge Triebe und Blätter. Mangelerscheinungen treten vor allem an alten Blättern auf.

Überdüngung

Überschüssiger Phosphor wird im Boden festgelegt und schädigt die Pflanze nicht direkt.

Allerdings ändert eine Überdüngung mit Phosphaten die Bodenchemie (Ionenkonkurrenz). Dadurch kann es bei Pflanzen in Phosphatreichen Böden zu Stickstoff-, Eisen und Zinkmängeln kommen.

Phosphordünger

Bei Versorgung durch Kunstdünger wird Phosphor von allen Volldüngern (NPK Düngern) zur Verfügung gestellt. Es gilt daher auch als Kernnährelement.

Da Phosphor im Boden nur wenig beweglich ist, sollte er eingearbeitet werden. Ansonsten steht das Phosphor nur direkt an der Oberfläche zur Verfügung.

Europäische Böden sind meist sehr gut mit Phosphor versorgt. Die Düngung dient daher nur dem Ersetzen von entzogenem Phosphor. Die genaue Art der Düngung (Pulver / Granulat, Wasserlöslich / Säurelöslich) ist daher in der Praxis nicht entscheidend.

Ein natürlicher Phosphordünger ist Knochenmehl. Dieses wird mikrobiell im Boden zersetzt und wirkt daher langsam und langanhaltend

Umweltschädliche Wirkung

Die Anreicherung von Phosphaten in Bächen und Flüssen (P-Eutrophierung) kann zu verstärktem Algenwachstum und einem umkippen der Gewässer führen.

Allerdings stammt dieses Phosphat nur zu sehr kleinen Teilen aus Düngern, weil Phosphor kaum aus dem Boden ausgewaschen wird. Stattdessen sind Abwässer und phosphathaltige Waschmittel die Ursache dieser Probleme.

Siehe auch

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